Was kostet ein Hausnotruf?

Stellen Sie sich vor: Sie sind alleine zu Hause und plötzlich passiert etwas - zum Beispiel ein Sturz. Mit einem Hausnotruf sind Sie nie allein. Ein Knopfdruck genügt und Hilfe ist sofort unterwegs. Erfahren Sie hier, welche Kosten entstehen und wann die Pflegekasse zahlt.

Hausnotruf-Kosten im Überblick

(Stand: November 2025)

  • grüne Linien, die sich zu einem Teller zusammensetzen

    Monatliche Grundgebühr: 25 - 30 Euro

  • grüne Linien, die sich zu einem Teller zusammensetzen

    Anschlusskosten zwischen 0 und 60 Euro

  • grüne Linien, die sich zu einem Teller zusammensetzen

    Monatliche Kosten für optionale Zusatzleistungen 5 - 30 Euro

Geldbörse mit verschiedenen Euro-Scheinen und Euro-Münzen

Wie setzen sich die Kosten für ein Hausnotruf-System zusammen?

Die Kosten sind unterschiedlich – je nachdem, für welchen Anbieter Sie sich entscheiden. Machen Sie daher einen Anbieter-Vergleich.

Grundsätzlich setzen sich die Kosten wie folgt zusammen:

  • Monatliche Grundgebühr: Die monatliche Grundgebühr beträgt ca. 25 – 30 Euro - je nach Anbieter. Enthalten ist die Basis-Station, der Notrufknopf sowie eine Anbindung an eine Notrufzentrale, die durchgängig erreichbar ist.
  • Einmalige Anschlussgebühr: Einige Anbieter berechnen eine einmalige Anschlussgebühr zwischen 0 und 60 Euro. Andere Anbieter rufen hierfür keine Kosten auf.
  • Zusatzleistungen: Zusatzleistungen wie beispielsweise die Schlüsselhinterlegung oder mobile Geräte können zusätzliche Kosten verursachen. Diese liegen monatlich bei 5 bis 30 Euro.

Hausnotruf mit Pflegegrad - Kostenübernahme durch die Pflegekasse

Hausnotrufsysteme sind offiziell anerkannte technische Hilfsmittel. Daher übernimmt die Pflegekasse monatlichen Kosten für das Basissystem in Höhe von 25,50 Euro. Voraussetzung dafür ist der Nachweis über die Notwendigkeit für ein solches System. Die Kosten für Zusatzfunktionen müssen in der Regel Sie selbst tragen.

Voraussetzungen für die Kostenübernahme durch die Pflegekasse

  • Sie haben mindestens Pflegegrad 1
  • Man kann aufgrund Ihrer persönlichen Situation davon ausgehen, dass eine Notsituation jederzeit eintreten kann, beispielsweise durch einen Sturz.
  • Sie sind einen Großteil der Zeit allein zuhause oder zusammen mit anderen Personen, die im Notfall nicht in der Lage sind, Hilfe zu holen.

Experten-Tipp Wenn Sie bestimmtes Zubehör oder besondere Funktionen benötigen, kann die Pflegeversicherung im Einzelfall auch dafür die Kosten übernehmen. Dazu müssen Sie die besonderen pflegerischen Belange erläutern. So können Sie zum Beispiel auch Sturzsensoren beantragen, wenn eine erhöhte Sturzgefahr vorliegt.

Hausnotruf beantragen - so geht's

Der Antrag ist einfach und schnell erledigt:

Die Kosten, die von der Pflegekasse übernommen werden, rechnen die Anbieter zumeist direkt mit der Pflegekasse ab. Zusatzleistungen, die Sie unter Umständen selbst bezahlen müssen, rechnet der Anbieter direkt mit Ihnen ab. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Anbieter nach der genauen Umsetzung.

Welche Leistungen sind im Hausnotruf enthalten?

Ein Hausnotruf bietet mehr als nur einen Knopf:

  • 24-Stunden-Notrufzentrale
  • Sofortige Hilfe bei Notfällen
  • Individuelle Zusatzoptionen wie Schlüsselhinterlegung oder mobile Geräte für unterwegs

Zuschüsse für Zusatzfunktionen - was ist möglich?

Neben der Kostenübernahme für das Basissystem können in bestimmten Fällen auch Zusatzfunktionen bezuschusst werden. Dazu gehören zum Beispiel Sturzsensoren, mobile Geräte oder spezielle Sicherheitsoptionen. Voraussetzung ist, dass Sie einen besonderen pflegerischen Bedarf nachweisen können – etwa eine erhöhte Sturzgefahr oder eingeschränkte Mobilität. Tipp: Sprechen Sie mit Ihrer Pflegekasse und begründen Sie den Bedarf ausführlich. So erhöhen Sie die Chancen, dass auch diese Extras übernommen werden.

Häufige Fragen zu den Kosten eines Hausnotrufs