Schwindel im Alter: Woher kommt er und was hilft dagegen?
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Der Boden schwankt oder die Welt dreht sich wie im Karussell. Wenn wir solche Schwindelgefühle haben, kann das ziemlich verunsichernd sein. Viele Seniorinnen und Senioren kennen das, da Schwindel im Alter recht häufig vorkommt.
Wenn auch Sie manchmal Schwindelanfälle haben, informieren Sie sich in diesem Beitrag über mögliche Ursachen von Schwindel im Alter. Ist die Ursache geklärt, können geeignete Behandlungsmöglichkeiten ärztlich besprochen werden. Lesen Sie außerdem, was Sie selbst tun können, um mit Schwindelbeschwerden im Alltag umzugehen und Sturzrisiken zu reduzieren.
Inhaltsverzeichnis
Warum Schwindel im Alter häufiger vorkommt
Schwindelgefühle können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Daher sind Schwindelanfälle in jedem Alter möglich.
Ältere Menschen sind häufiger von Schwindel betroffen als jüngere. Dabei können verschiedene Ursachen und mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle spielen.
Ursachen für Schwindel
Die Ursachen für Schwindel lassen sich leichter diagnostizieren, wenn Sie das Schwindelgefühl genau beschreiben: Ist es eher ein Drehschwindel oder ein Wankschwindel?
- Wie oft und in welchen Situationen tritt er auf?
- Wie lange dauern die Schwindelanfälle?
- War der Schwindel von weiteren Symptomen begleitet?
Was ist Schwindel und wie kommt es dazu?
Ein Schwindelgefühl entsteht, wenn das Gleichgewicht gestört ist. Dann scheint sich der Raum um uns zu bewegen. Dieses Kippen oder Kreisen erleben wir als Drehschwindel oder Schwankschwindel.
Normalerweise spüren wir unseren Körper stabil im Raum. Dafür sind verschiedene Sinne zuständig: Sehen, Tasten, die Gleichgewichtsorgane im Innenohr und das Tiefenempfinden in Muskeln und Gelenken. All diese Sinneseindrücke verarbeitet das Gehirn. Tritt dabei eine Störung auf, kommt es zu Schwindel (lateinisch: Vertigo).
Manchmal geht Schwindel mit weiteren Symptomen einher wie Übelkeit, Seh- oder Hörstörungen, Kopfschmerzen, Benommenheit oder Taubheitsgefühlen. Wie lange Schwindel anhält, hängt von seiner Ursache ab: Manche Attacken dauern nur Sekunden, andere Beschwerden können über längere Zeit bestehen.
Welche Arten von Schwindel gibt es?
Was tun bei Schwindel im Alter?
Neu auftretender, anhaltender oder wiederkehrender Schwindel und sehr heftige Schwindelanfälle sollten Sie immer mit einem Arzt oder einer Ärztin abklären. Bei zusätzlichen Warnzeichen wie Ohnmacht, starker Gangunsicherheit oder Seh-, Sprech-, Schluck- oder Bewegungsstörungen ist rasche medizinische Hilfe erforderlich.
Die Ursachen für Schwindel lassen sich leichter diagnostizieren, wenn Sie das Schwindelgefühl genau beschreiben:
- Ist es eher ein Drehschwindel oder ein Wankschwindel?
- Wie oft und in welchen Situationen tritt er auf?
- Wie lange dauern die Schwindelanfälle?
- War der Schwindel von weiteren Symptomen begleitet?
Tipp: Manche Kliniken haben spezialisierte Schwindelzentren. Eine Schwindelambulanz in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Wichtig ist neben der Behandlung von Schwindel auch die Lebensqualität. Schwindelgefühle und Gangunsicherheit verleiten uns dazu, vorsichtig zu sein. Weil wir Angst haben, zu fallen, bleiben wir lieber zuhause. Wir bewegen uns weniger an der frischen Luft und treffen weniger Menschen. Dadurch können Bewegung und soziale Kontakte im Alltag abnehmen. Deshalb sollten die Ursachen des Schwindels abgeklärt und geeignete Behandlungsmöglichkeiten besprochen werden.
Schwindel: So können Sie das Sturzrisiko reduzieren
Ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind generell gut für die Gesundheit. Bei bestimmten Schwindelformen können Gleichgewichtstraining und Seniorengymnastik die Behandlung unterstützen.
Gleichgewichts-Übungen: Bleiben Sie in Balance!
Stützen Sie sich ab, wenn Sie die folgenden Übungen fürs Gleichgewicht ausprobieren! Lassen Sie vorab ärztlich oder physiotherapeutisch klären, ob die Übungen für Sie geeignet sind. Üben Sie nicht allein, wenn Sie unsicher stehen oder eine erhöhte Sturzgefahr besteht.
Stellen Sie sich seitlich neben eine sichere Abstützmöglichkeit, z. B. einen Tisch. Halten Sie sich mit einer Hand daran fest. Erst wenn Sie die Übungen sicher beherrschen, versuchen sie es freihändig.
Kniebeugen: Stellen Sie die Füße hüftbreit auseinander. Gehen Sie leicht in die Knie, als wollten Sie sich hinsetzen. Die Fersen bleiben am Boden. Beugen Sie die Knie so weit, wie es angenehm ist. Dann drücken Sie die Beine wieder durch. Wiederholen Sie die Übung bis zu 10 mal.
Zehengang: Stellen Sie sich auf die Zehenspitzen. Gehen Sie so gleichmäßig wie möglich 3 langsame Schritte vorwärts.
Einbeinstand: Stellen Sie sich aufrecht hin. Heben Sie ein Bein, indem Sie das Knie nach hinten abwinkeln. Das Knie des Standbeins bleibt dabei locker. Halten Sie den Einbeinstand für 10 Sekunden. Dann wechseln Sie auf das andere Bein. Ist das Bein-Heben zu wackelig, lassen Sie beide Füße am Boden und verlagern nur Ihr Gewicht auf ein Bein.
Sturzgefahr reduzieren
Ob mit oder ohne Schwindel – Stolperfallen in der Wohnung und leichtsinnige Akrobatik sind ein unnötiges Risiko. Hier ein paar Tipps, um Sturzrisiken im Alltag zu reduzieren:
Die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung – auch bei Schwindel
Eine ausgewogene Ernährung beinhaltet genügend Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine. Dann bekommt unser Körper die Nährstoffe, die er braucht.
Mit zunehmendem Lebensalter kann sich der Energie- und Nährstoffbedarf verändern. Wie hoch der individuelle Bedarf ist hängt unter anderem von der körperlichen Aktivität und der persönlichen Gesundheitssituation ab. Viele Menschen brauchen nun weniger Energie und sie können die Kalorienzufuhr etwas drosseln. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an Vitaminen und Mineralien gleich hoch oder steigt in einigen Fällen sogar. Darum ist es wichtig, auf Lebensmittel mit höher Nährstoffdichte zu achten: Bevorzugen Sie Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst und Vollkornprodukte.
Und trinken Sie genügend Flüssigkeit (möglichst zuckerfrei). Auch Flüssigkeitsmangel im Alter kann Schwindelanfälle auslösen.
Wenn das Einkaufen und Kochen schwerfällt, kann ein Mahlzeiten-Dienst die Versorgung mit Mahlzeiten zu Hause unterstützen. Angebot, Lieferhäufigkeit und Auswahl unterscheiden sich je nach Anbieter. Schauen Sie doch gleich mal in unsere Anbieter-Suche.
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Schwindel und Gangunsicherheit im Alter, https://www.aerzteblatt.de/archiv/170767/Schwindel-und-Gangunsicherheit-im-Alter
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Heide W (o. J.): Schwindel [online]
https://www.hirnstiftung.org/alle-erkrankungen/schwindel/ -
Kaylie D (Dez. 2022): Benommenheit und Schwindel (Vertigo)
https://www.msdmanuals.com/de/heim/hals-nasen-und-ohrenerkrankungen/symptome-von-ohrenerkrankungen/benommenheit-und-schwindel-vertigo -
Redaktion Gesundheitsportal (27.07.2021): Schwindel im Alter [04.11.2024], https://www.gesundheit.gv.at/leben/altern/aelter-werden/schwindel-im-alter.html
Redaktion Gesundheitsportal (27.07.2021): Schwindel im Alter -
Deutsche Hirnstiftung , Berlin
https://hirnstiftung.org/alle-erkrankungen/schwindel/ -
Buch: Ludger Rensing, Volkhard Rippe: Altern, Zelluläre und molekulare Grundlagen, körperliche Veränderungen und Erkrankungen, Therapieansätze, Springer Spektrum